07. Mai 2016

Für einmal werde ich auf Deutsch und Spanisch über das gleiche Thema berichten. Bis jetzt habe ich mir Mühe gegeben verschiedene Einträge zu schreiben, damit es auch mir selber beim Erzählen nicht langweilig wird.

Ich gehe aber davon aus, dass es deutsche wie spanische LeserInnen gleichermassen interessiert, was genau ich im Kongo treibe, d.h. was eigentlich genau mein Arbeitsauftrag ist. Deshalb mache ich für einmal eine Ausnahme.

Das einzige, was vielleicht bis hier allgemein bekannt ist, ist dass ich einen Vertrag mit einer kleinen spanischen Organisation habe, die mich zur technischen Unterstützung der lokalen Partnerorganisation im Kongo ausschickt.

Die Organisation, die also auf diese Weise zu meiner Gastgeberorganisation geworden ist, ist ebenfalls klein und ihre Projekte richten sich zum grössten Teil an die lokale Bevölkerung in Dörfern in der näheren Umgebung.

Bei der Arbeit geht es in den meisten Fällen darum, die Leute einerseits auf verschiedenen Gebieten zu schulen oder zu Themen wie zum Beispiel Förderung der Frauenrechte, Fiedensförderung etc aufzuklären. Meistens werden diese Schulungen noch mit einer etwas handfesteren Leistung unterstützt, zum Beispiel der finanziellen und technischen Hilfe zum Aufbau einer kleinen produktiven Tätigkeit und Einnahmequelle normalerweise im landwirtschaftlichen Bereich.

Ein Projekt, das gerade am Laufen ist, sieht zum Beispiel vor, Frauen in sechs verschiedenen Dörfern Ziegen zu geben. Eine Starthilfe die ihnen erlauben soll, ihre eigene kleine Zucht aufzubauen.

Nebest Entwicklungsarbeit steht zur Zeit auch noch ein anderes Projekt im Zusammenhang mit Hilfeleistungen an Flüchtlinge aus Burundi in der Ausführung. Seit den letzten Präsidentschaftswahlen vor einem Jahr, ist die Lage in diesem Nachbarland sehr unstabil. In Lusenda, einem Flüchtlingslager etwa 50km von Uvira-town leben zur Zeit rund 17000 Flüchtlinge. Es gibt aber auch Flüchtlinge, die ausserhalb des Camps bei Gastfamilien einquartiert sind.

An diese Leute ausserhalb des Camps hat nun meine Organisation letzte Woche in drei Dörfern Nahrungsmittel verteilt. Ursprünglich war die Verteilung innerhalb des Camps geplant, da aber das Budget beschränkt war und man mit der Hilfe nicht alle Leute erreichen konnte, musste die Aktion umorganisiert werden. Innerhalb des Lagers werden nur Aktionen erlaubt, die alle BewohnerInnen berücksichtigen und nicht unnötige Spannungen verursachen, was ja auch sinnvoll ist.

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Das Resultat war dann auch äusserst positiv. Die Familien, an die schlussendlich die Lebensmittel abgegeben wurden, berichteten, dass sich zum ersten mal überhaupt eine Organisation um sie kümmerte.

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Leider war ich selber nur auf einem Tagesausflug dabei, wo ich ausserdem das Camp in Lusenda besuchte. Mein Chef meinte wohl ich würde den Unbequemlichkeiten einer ganzen Woche Landlebens und der harten Arbeit nicht Stand halten, obwohl es in der offiziellen Begründung nur hiess, die Sicherheitslage könne nicht garantiert werden. Im Süd- wie auch mi Nordkivu sind immer noch bewaffnete Gruppen aktiv. Das ganze Gebiet ums Flüchtlingslager jedoch ist stark militarisiert und die Sicherheit ist deshalb wohl besser garantiert als anderswo. Obwohl es auch böse Zungen gibt, die behaupten, das grösste Sicherheitsrisiko überhaupt seinen die schlecht bezahlten Sicherheitskräfte (Polizei und Armee), die tagsüber für Ordnung sorgen und nachts die Dörfer überfallen.

 

Wie gesagt ist meine Gastgeberorganisation sehr klein. Das Team besteht aus sechs Leuten, die für die Entwicklung und Ausführung der Projekte verantwortlich sind, drei Frauen und drei Männer, zwei Personen für die Finanzen, zwei Fahrer plus das Personal, das für Sicherheit und Unterhalt verantwortlich ist. Alle MitarbeiterInnen kommen aus Uvira oder Dörfern in der Region. Bei der Ausführung der Projekte werden je nachdem zusätzlich Leute angestellt. Ausserdem gibt es auch immer noch Verwandte meines Chefs, die für alle möglichen Arbeiten herbeigepfiffen werden, wie zum Beispiel für meine Verpflegung ausserhalb der Arbeitszeiten, aber auch waschen, bügeln, Schuhe putzen etc. Vor zwei Wochen fragte mich jemand ganz verwundert, was eigentlich Arbeitslose in Europa machen, wenn wir doch alle zu Hause Waschmaschinen haben.

Aber zurück zu meiner Arbeit. Meine Berufsbezeichnung ist Technische Assistentin (Assistante Téchnique), das klingt sehr gut heisst aber nicht, dass sich jetzt alle konkret meine Arbeit vorstellen können.

Zu meinen Aufgaben gehört die Unterstützung und Weiterbildung des Personals in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel Logistik, Kommunikation, Beschaffung von Hilfsgeldern, knüpfen von internationalen Kontakten etc. Das ist natürlich immer noch eine sehr weit gefasste Beschreibung meiner Tätigkeit. Da mir aber in Wirklichkeit keine konkreten Aufgaben vorgegeben wurden, stelle ich mir mein Programm ziemlich frei selber zusammen.

Am Anfang brauchte ich natürlich erst mal auch etwas Zeit, um mir überhaupt ein Bild meines neuen Arbeitsfeldes machen zu können. Das Hilfreichste während dieser ersten Wochen war wohl, dass eine Kollegin, die vor zwei Jahren hier arbeitete, bereits sehr gute Vorabreit geleistet hat. Meine KollegInnen sind sich die Präsenz einer Assistante Téchnique gewöhnt, das macht die Zusammenarbeit einfach. Mit der Detailplanung, was wir genau machen werden oder können, fange ich eigentlich erst jetzt richtig an. Zwar haben wir schon einige Dinge am Laufen, zum Beispiel einen Englischkurs. Eigentlich wollte ich mich ursprünglich nur mit ein oder zwei Leuten ausserhalb der Arbeitszeiten treffen. Die Idee war, dass sie mir im Austausch Swahili beibringen würden. Schlussenldich hat sich aber die ganze Belegschaft zum Kurs angemeldet ….und ist bis jetzt mit viel Begeisterung dabei!

Und dann bringt natürlich der Alltag ganz allgemein immer wieder Aufgaben die erledigt werden müssen, Mails und Berichte die geschrieben oder übersetzt werden müssen. Letzte Woche habe ich fast ausschliesslich vor dem Fotokopierer verbracht….alles Aufgaben halt, die in den Bereich einer Technischen Assistentin fallen. Ausserdem wurde ich auch in der neuen Küchenordung ziemlich unausgeglichen eingeteilt, so stehe ich fast jeden Tag noch ein paar Stunden in der Küche….zum Thema Küche schreibe ich bestimmt in einem nächsten Eintrag noch etwas mehr.

Zu den Arbeitsbedingungen im Kongo allgemein kann ich vielleicht noch erzählen, dass unbezahlte Arbeit offenbar nicht unüblich ist. Die Leute arbeiten oft für ein warmes Mittagessen und mit einem Lohnversprechen für den Fall, dass das Unternehmen irgendmal Löhne bezahlen kann oder die verantwortliche Person für die Kasse entscheidet, diese bezahlen zu können. Ein klares Arbeitspensum gibt es nicht. Das Personal steht 24 Stunden zur Verfügung, für den Fall, dass der Chef plötzlich unerwartet ein Papier ausdrucken muss oder die Assistante Téchnique mal bis 21 Uhr im Zentrum ein Bier trinken geht. Da wird sie nämlich vom Fahrer begleitet und auch wieder nach Hause gebracht.

Und um mit einem ganz ganz anderen Thema abzuschliessen, kann ich noch berichten, dass ich vor ein paar Wochen in der Kirche war. Einer meiner neuen Arbeitskollegen ist Pastor. Er leitet fast jedes Wochenede in seiner Kirche die Messe. Der Besuch verlief im Prinzip sehr entspannt und auch die Messe war recht unterhaltend, weil viel mehr gesungen als gepredigt wurde. Nur während den letzten vielleicht zehn Minuten, kam etwas unangenehme Spannung auf. Ich hatte bereits Geld in die Kollekte geworfen. Nicht ganz klar darüber, ob die Kirchgemeinde von mir Dollarnoten erwartet, beschloss ich nach Rücksprache mit dem Pastor mit einigen tausend Francs congolais zur Kollekte beizutragen (ca 5 CHF) Unglücklicherweise aber war in der vorangegangenen Woche ein Kirchgemeindemitglied gestorben und der Spendekorb tauchte plötzlich noch ein zweites Mal auf und wir wurden um Geld für die Miete eines Wagens gebeten, damit einige Leute nach der Predigt die Trauerfamilie besuchen gehen konnten. Als einzige withe Lady im Raum, fühlte ich mich natürlich sehr persönlich aufgefordert. Da sich aber die ganze Gemeinde geschlossen dem Spendekorb fern hielt, beschloss auch ich mich taub zu stellen…. schliesslich hat mich ja nicht die Weltbank hierhergeschickt.

Wie gesagt, die Situation war nicht ganz Stress frei.

Und bis hier das Neuste aus dem Kongo.

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05 de mayo 2016

El tiempo corre, no parece que haya pasado casi un mes desde el último informe. Hasta que termine mis escritos habrá pasado otra semana, así que manos a la obra.

El parte meteorológico de estos últimos días ha sido muy positivo, han bajado las temperaturas lo que quiere decir que durante el día se puede vivir y mejor aún, por la noche se puede dormir. Es más, alguna noche me tapo con una sabana sin asfixiarme. Que gusto!

El único problema son las lluvias. Cuando llueve, muchos días caen lluvias torrenciales que destrozan las ya de por sí maltrechas infraestructuras y casas. Hay pueblos que se han quedado sin escuela y hace unas semanas en un barrio de Uvira ha habido dos muertos porque se derrumbó la casa con las personas dentro.

Lo que también ha bajado con las temperaturas, es la cantidad de mosquitos, pero no su nivel de agresividad. En mi vida me he encontrado mosquitos tan agresivos… Hay días que doy la batalla con Relec, manga larga y calcetines etc de entrada por perdida. Que se junten las picaduras con las de las pulgas o no sé que otros bichos…desde la primera semana tengo los pies hechos un cuadro. Por cada picadura que desaparece, aparece otra en otro sitio!

Pero vamos al tema de esta entrada. Sé que muy poca gente sabéis para que exactamente me he ido tan lejos, que es lo que hago aquí, es decir en que consiste mi trabajo. 

A ver si sé explicarlo. Trabajo con una organización local. Digo local para que se entienda que mis compañer@s son tod@s de Uvira o de algún pueblo de los alrededores y el trabajo que se realiza se lleva a cabo en la región. Por un lado hay proyectos de desarrollo que se dirigen a la población local y se llevan a cabo en pueblos a poca distancia (siempre hablando en kilómetros porque el acceso muchas veces es difícil y se requiere mucho tiempo y paciencia durante los desplazamientos).

Los proyectos de desarrollo pueden ser, como en el caso de la última propuesta que hemos presentado (y ojala la aprueben!), un proyecto para formar a la gente sobre los derechos de las mujeres, al mismo tiempo que se les ayuda a poner en píe una actividad económica, normalmente vinculada al sector agrario. Nuestra propuesta por ejemplo pretende construir un molino de maíz para crear una actividad que genere unos ingresos para un grupo de quince mujeres del pueblo. Aunque a ultima hora hubo muchas discusiones dentro del equipo, que si las mujeres podían ejercer de molineras o tenían que contratar a personal masculino para trabajar en el molino. A los mismos compañeros que dos días más tarde me cuentan que para los trabajos, como mover por ejemplo en un almacén sacos de 50 kgs de un lado a otro, se suele contratar a mujeres, el oficio de molinera les pareció demasiado duro para que lo realice una mujer. También he visto trabajar mujeres en la construcción, acarreando arena. Se cuelgan un saco lleno de arena de la cabeza y marchando. Cualquiera se puede desnucar…..pero, como se suele decir, las mujeres hacemos el mismo trabajo, solo más barato. En nuestros molinos al final se impusieron las molineras que es lo que cuenta.

En estos momentos también hay otro proyecto en marcha para distribuir ayuda de emergencia (alimentos y ropa) a refugiados de Burundi, que salen del país vecino a causa de la situación complicada después de las ultimas elecciones presidenciales. Justo acaba de cumplirse ahora un año desde la fecha.

La mayoría de estas personas se encuentran acogidas en el campo de refugiados Lusenda a unos 50 km de Uvira ciudad, muchos vienen de Burundi pero en el campo también hay gente del Congo que se desplaza por la situación de inseguridad que viven en sus pueblos (debido a la todavía presencia de grupos armados en ambos Kivus, tanto norte como sur). Por otro lado hay personas refugiadas o desplazadas que viven fuera del campo con familias de acogida.

La semana pasada precisamente, el equipo realizo en tres pueblos cercanos a Lusenda, la distribución de víveres (harina, habas, aceite y sal) a familias en esta situación. La respuesta fue muy positiva porque esta gente decía que hasta ahora ninguna organización se había acordado de ellos. Toda la ayuda se distribuye normalmente dentro del campo.

Aquí unas mujeres hicieron una representación de bailes tradicionales en señal de agradecimiento.

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En un principio iba a acompañar al equipo durante toda la semana, pero al final se redujo mi intervención a una visita de un día para sacar unas fotos. Supongo que lo que motivó la negativa a mi participación fue la preocupación de mi jefe de que la blanquita no iba a resistir el duro trabajo y la falta de comodidades del pueblo.

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Ese día, también me llevaron a visitar Lusenda para sacar más fotos. Siempre me siento un poco incómoda en este tipo de situaciones ….. supongo que es porque en estos momentos no me quieren salir las emociones, que creo que se esperan de mí … A veces me pueden saltar las lagrimas viendo un telediario en mi casa, pero in situ casi que me entretengo más estudiando como han construido las letrinas o donde han colocado los puntos de agua. Por algo he hecho un curso de WASH.

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Esta semana estamos otra vez todo el mundo en la oficina.

El equipo es pequeñito, tres chicas y tres chicos en programa, dos chicos en finanzas, dos conductores y los chicos que se ocupan de la seguridad y de la limpieza y luego está la assistante téchnique que soy yo! El titulo suena muy bien, verdad? y si os digo ahora que mi misión es reforzar las capacidades institucionales, técnicas y de gestión de la organización…seguramente os habéis quedado igual, sin saber exactamente que es lo que puede ser mi labor diaria. 

Bien mi hoja de trabajo incluye organizar talleres para formar el personal, mejorar los procesos logísticos, la gestión de proyectos, la proyección internacional, técnicas de captación de fondos etc. En Europa seguramente hablaríamos del tan famoso coaching. Como por parte de mi organización aquí no tengo encomendada ninguna labor concreta, hemos empezado por lo fácil, además de resultar un exitazo: los idiomas. Estamos dando un curso de inglés. No es que me ilusione demasiado volver a la enseñanza de idiomas, pero en este caso se encarga el alumnado de la motivación. Están como niños con zapatos nuevos.

También hemos empezado a darle una vuelta a la comunicación de la organización, un tema que siempre se puede mejorar. De momento estamos con la teoría, es decir elaborando un Plan de Comunicación. Ya veré si dedicamos también algún taller a la practica. Esto siempre es más complicado, ya que a nadie le gusta que le pongan la casa patas arriba…

De todas formas después del primer cambio estructural que hemos introducido, toca dejar pasar un tiempo para que se asiente toda la casa nuevamente antes de acometer nuevas reformas. Y es que después de escribir en mi ultima entrada aquel comentario acerca del reparto de las labores de cocina, la situación empezó a molestarme seriamente. Así que en la primera reunión saqué el tema. Se decidió entonces convertir la cocina en departamento visible primero y después introducir la perspectiva de genero a este nuevo departamento. Es decir, aunque no tod@s sepamos cocinar, todo el mundo puede aportar algo. Dicho y hecho, la semana siguiente empezamos con el nuevo calendario que incluía tanto a los chicos como a las chicas. El primer día hubo discusiones, pero también comida, el segundo día las discusiones acabaron en motín. Ese día no comimos. Al final se decidió volver a integrar la cocina en el departamento de logística y con ello dejar el mando al más protestón. De momento vamos comiendo todos los días…no sin discusiones, pero se prepara comida y tampoco hemos tenido que ir al hospital …que era la mayor amenaza del bando rebelde.

Y poco más por hoy. Para l@s que os interesáis por mis avances en el swahili, he decidido concentrarme primero en la parte más fácil del idioma que son todo tipo de sonidos como eeeeua, aaah aaah, iiio ……… interjecciones que no quieren decir nada concreto pero casi siempre quedan bien. Es decir, puedo responder en todo tipo de situaciones y conversaciones, sin entender absolutamente nada y tengo un alto porcentaje de acierto en mis intervenciones.

Así que eeeeeah! y hasta la próxima!